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Aktuelles von unserem Projekt Main.Kinzig.Blüht.Netz

Online Vortrag: Insektenfreundliche und heimische Gartenbepflege

Wettbewerb zur Förderung der Artenvielfalt der Stadt Wächtersbach

Am Donnerstag, den 15. April 2021 ab 18 Uhr findet eine digitale Info-Veranstaltung zum Thema “Insektenfreundliche und  heimische Gartenpflege” statt. Die Teilnahme ist kostenlos!

Lehrgang “Blühbotschafterinnen und Blühbotschafter für die Insektenvielfalt”

Die Lehrgangsplanung und -vorbereitung befindet sich aktuell in der Finalisierung. Inhalt, Aufbau sowie Ablauf werden in Kürze bekannt gegeben und auf der Interessentenliste stehende Personen angeschrieben.

Presse und Veröffentlichungen

Aktuelles aus der Praxis von unseren Projektflächen

Als gutes Beispiel voran geht eine Landwirtin aus Schlüchtern

Im Spätherbst gemulchte Säume entlang der Straßen, Wiesen und Felder, dieser Anblick ist in weiten Teilen des Main-Kinzig-Kreises so normal, wie Schottergärten, Rollrasen und Kirschlorbeer in den Neubausiedlungen. Doch die ökologische Wirkung ist vergleichbar schlecht. Erfreulich anders sieht es im Schlüchterner Ortsteil Vollmerz aus. Hier bewirtschaftet die Nebenerwerbslandwirtin Klaudia Ortis ihr Land extensiv mit Rindern und Poitu-Eseln. Zahlreiche Hecken durchziehen die Weiden, teilweise durchsetzt mit alten Obstbäumen. Einige uralte Birnbäume wirken als Solitäre besonders eindrucksvoll. Besonders wertvoll für viele Schmetterlingsarten und Insekten sind die Altgrasstreifen und ungemähte Säume entlang der Wege und Straßen. Diese Rückzugsgebiete sind eine wichtige Voraussetzung dafür, dass uns im kommenden Jahr die nächste Generation Schmetterlinge den Sommer ankündigen kann. Denn deren Eier und Puppen überwintern wie viele anderen Insekten an und in den dürren Stängeln. Ein XXXL Insektenhotel, das nebenbei noch reichlich Futter für die hier überwinternden Vögel liefert. Ohne Pflege können wir diese abwechslungsreiche Landschaft nicht bewahren. Mit Empfehlungen zur Staffelmahd, den Mähterminen und dem richtigen Heckenschnitt sorgen wir gemeinsam dafür, dass das Artensterben und der Rückgang der Biodiversität aktuell in der Gemarkung von Vollmerz, zukünftig vielleicht im gesamten Kreisgebiet gestoppt werden kann.

Als gutes Beispiel voran geht eine Landwirtin aus Schlüchtern

Blumenwiese am
Busbahnhof Dörnigheim

Als erste Fläche des neuen Projekts Main.Kinzig.Blüht.Netz in Maintal wurde im November 2020 vom Betriebshof eine ungenutzte, artenarme Rasenfläche am Busbahnhof in Dörnigheim (Braubachstraße) in eine ausdauernde, heimische Blumenwiese umgewandelt. Um für die Wildblumensamen optimale Startbedingungen zu schaffen, wurde die Grasnarbe und 20 cm Oberboden (der meist viele unerwünschte Konkurrenz-Wildkräutersamen enthält), abgetragen und durch ein frisches, mageres Substrat ersetzt. Dies ist bei innerstädtischen Flächen die erfolgreichste Vorgehensweise, weil gerade magere Standorte eine besonders hohe Artenvielfalt hervorbringen und in der Natur stark gefährdet sind. Zudem soll dadurch auch der Pflegeaufwand für den Betriebshof möglichst gering gehalten und an dieser exponierten Stelle ein schnelles Ergebnis erzielt werden Eingesät wurde eine hochwertige heimische Magerwiesenmischung, die für eine erste Blüte in 2021 auch einige heimische Ackerflora-Arten wie Klatschmohn und Kornblumen enthält. Die Wiesenblumen wie Margeriten, Wiesensalbei, Witwenblumen und Karthäusernelken werden dann ab dem zweiten Jahr blühen. Um frühfliegenden Hummel und anderen Wildbienen im Frühjahr ein erstes Nahrungsangebot zu bieten, wenn sonst noch nicht viel blüht, haben die Betriebshof-Gärtnerinnen zudem 4.000 Blumenzwiebeln gesteckt: Traubenhyazinthen, Narzissen und andere Arten werden für die ersten Blühaspekte im Frühling sorgen. In 2021 geht es in Maintal auch im Außenbereich weiter: So wird zum Beispiel am „Frauenhain“ am Mainufer auf weiteren Wiesenbereichen die Pflege ökologisch umgestellt, um durch selteneres Mähen die Biodiversität zu fördern.

Blumenwiese am Busbahnhof Dörnigheim

Fläche am Friedhof
Neuwiedermuß

Auf der Fläche am Friedhof in Neuwiedermus befindet sich eine Einsaat aus einer mehrjährige Blütenmischung. Das sog. Friedhofserwartungsland wird in Kürze zur Belegung frei gegeben und eine Umgestaltung ist notwendig. Der Süd-Ost exponierte Hang wird mit einer lockeren Steinmauer aus Muschelkalk, in Trockenbauweise abgeböscht.

Maßnahme: Für eine Anlage von Baumgräbern und zur Schaffung eines Sitzplatzes für die Friedhofbesucher wird der Hang terrassiert und mit einer Steinmauer abgefangen. Als künftiger Schattenspender für die Friedhofsbesucher wird eine Hängebuche (Fagus sylvatica Pendula) vor den Mittelteil gepflanzt. Die Trockenmauer wird Ende November mit heimischen Wildstauden standortgerecht bepflanzt. Dabei werden unter anderem Sonnenröschen, Zwerg-Alant, Vielfarbige Wolfsmilch, Seifenkraut, Quendel und Gamander verwendet. Bei der Pflanzung wird ein torffreies Substrat in die Fugen zwischen den Steinblöcken gefüllt. Dem Substrat wird zuvor, zur Wasserspeicherung, offenporiger Bims zugefügt. Die heimischen Stauden sind an Trockenheit angepasst. Doch in der Anwachsphase von ca. zwei Vegetationsperioden, ist in trocken, heißen Zeiten wöchentliches wässern notwendig. Während heißer Wetterlagen wird vorzugsweise in den Morgenstunden gewässert, wenn sich die Steine noch nicht erwärmt haben.

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Main.Kinzig.Blüht.Netz ist ein Verbundprojekt des Main-Kinzig-Kreis und Landschaftspflegeverband MKK e.V. zur Förderung der Biodiversität im Kreisgebiet.

Gefördert im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU).

Rechtliches

Main.Kinzig.Blüht.Netz ist ein Verbundprojekt des Main-Kinzig-Kreis und Landschaftspflegeverband MKK e.V. zur Förderung der Biodiversität im Kreisgebiet.

Gefördert im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU).

Rechtliches