Skip to content
Menu

Aktuelles von unserem Projekt Main.Kinzig.Blüht.Netz

Es blüht rings ums „Blaushaus“ in Windecken

Mit dem Ende der Bauarbeiten am benachbarten ABG-Bau bot sich endlich die Gelegenheit das Gelände um das „Blauhaus“ zu gestalten. Das ist keine einfache Aufgabe, denn das Gelände bietet ganz unterschiedliche Voraussetzungen: von schattig zu sonnig ist alles dabei. Genau die richtige Aufgabe für das gut eingespielte Team der Blühbotschafterinnen und der Stadt Nidderau. Für die schattige Fläche längs des Blauhaus wurden Stauden schattiger Waldsäume gewählt. Für die Fläche vor dem Blauhaus wurde eine spezielle Wiesenmischung zusammengestellt.
Und für die Feuerwehreinfahrt gab es eine Pflanzenmischung, die Trockenheit gut ertragen kann.
Bei der Flächenvorbereitung legte sich der Bauhof ins Zeug: Spezielle Bodenmischungen wurden eingebaut, Flächen aufgeraut oder gewalzt – je nach Bedarf.
Auf den so präparierten Flächen konnte nun gepflanzt und ausgesät werden. Die Aussaat erfolgte unter Anleitung von Dr. Eva Distler ganz klassisch per Hand – eine gute Gelegenheit diese fast vergessene Kunst den neuen Blühbotschafterinnen zu zeigen.
Die Stauden an der Nordseite wurden in Rekordzeit gepflanzt – hier konnten die Profis des Bauhofs wieder einmal ihr Können beweisen.

Main.Kinzig.Blüht.Netz und WiBiNa stellen sich am 13.04.2023 in Schöneck vor

Die Informationsveranstaltung zu den beiden Biodiversitätsprojekten findet am 13.04.2023 um 19:00 Uhr im Bürgertreff in Kilianstädten statt. Dr. Eva Distler aus dem Projekt Main.Kinzig.Blüht.Netz und Johanna Hepp von WibiNa geben Tipps zur naturnahen Gartengestaltung. Einritt ist frei und die Anmeldung kann über bluehbotschafterin-
schoeneck@gmx.de
erfolgen.

Vortrag beim Imkertag in Schlüchtern

Am  05.03.2023 präsentierte Ralf Geyer auf Initiative von Blühbotschafter Volker Östreich das Porjekt Main.Kinzig.Blüht.Netz auf dem Imkertag in Schlüchtern. Dabei lag der Schwerpunkt des einstündigen Vortrags auf der Anlage und Pflege artenreicher Wiesen und Säume – denn sie dienen nicht nur als Nahrungsgrundlage, sondern auch als Lebensraum und sind damit essenziell für Wildinsekten. Natürlich profiert auch die Honigbiene von den artenreichen Strukturen. Der anschließende Austausch war von großem Interesse am Projekt und seinen Ansätzen geprägt.

Ein lehrreiches Jahr im Zeichen der Artenvielfalt

Eine wichtige Säule im Projekt sind die „Blühbotschafterinnen und Blühbotschafter für die Insektenvielfalt“, die mit anpacken, um dem Insektensterben entgegenzuwirken . Der Lehrgang dauert ein Jahr und umfasst eine Vielzahl an wissenswerten theoretischen und praktischen Inhalten rundum das Thema biologische Vielfalt. Im Dezember wurde das Engagement des zweiten Lehrgangsjahrs mit den dazugehörigen Kommunen gefeiert und bei der Gelegenheit direkt enger vernetzt.

„Geeignete Nisthilfen für Insekten bauen – aber richtig!“

Unter diesem Motto lud der Obst- und Gartenbauverein Lanzingen zu einem Workshop im November ein. Auch bekannt unter der Bezeichnung Insekten- oder Bienenhotel erfreuen sich die Nisthilfen immer größerer Beliebtheit. Recht zahlreich waren Naturfreunde erschienen, um sich von Peter Siebert Anregungen und Ratschläge für den richtigen Bau einer Insektennisthilfe einzuholen. „Leider wird viel Schrott im Handel angeboten“, so Peter Siebert, der auch ehrenamtlicher „Blühbotschafter für die Insektenvielfalt“ bei Main.Kinzig.Blüht.Netz ist, zuständig für Biebergemünd.

Hier wird nicht von Nisthilfen für die klassische Honigbiene gesprochen, sondern für die wildlebenden Tiere unter den Insekten. Dabei heißt es geduldig sein: „Die Bewohnerinnen und Bewohner werden im Laufe des Jahres die Löcher annehmen und nach Ende der Eiablage die Löcher mit Lehm, Erde oder Pflanzenbrei verschließen. Und das ganz wartungsfrei für uns Menschen, denn die Insekten putzen und reinigen ihre Behausung ganz von alleine und machen sie für die nächste Generation wieder frisch.“, so Peter Siebert.

Reaktivierter Wegrain als essenzielle Vernetzungsstruktur

Dieses Jahr konnten gemeinsam mit unseren Projektpartnern 107 Flächen aufgewertet werden, die Insekten und anderen Tieren als Lebensraum langfristig zur Verfügung stehen und gemeinsam mit den bereits bestehenden Projektflächen als Trittsteinbiotope zum Erhalt unserer Natur im Main-Kinzig-Kreis beiträgt. Seit Projektbeginn wurden 214 Lebensräume geschaffen und unser Ziel ist es, diese innerhalb der Projektlaufzeit bis auf 500 Stück zu vermehren und enger zu verknüpfen.

Videos zum Projekt und Main.Kinzig.Blüht.FEST

Unter dem Motto „Insektenfreundlich, regional, naturnah!“ richteten wir am 11. und 12. Juni 2022 im Kurpark in Bad Soden-Salmünster ein buntes Fest der biologischen Vielfalt aus. Das Fest war ein voller Erfolg.

Vortrag „Gestalten mit heimischen Wildstauden“

Im Rahmen des Gartenwettbewerbs der Stadt Wächtersbach hat unsere fachliche Ansprechpartnerin Iris Sparwasser einen Online-Vortrag zur Gestaltung mit heimischen Wildstauden gehalten. Diesen können Sie über den Youtube-Kanal der Stadt Wächtersbach anschauen.

Presse und Veröffentlichungen

Aktuelles aus der Praxis von unseren Projektflächen

Wildblumenwiesen in Schlierbach neu angelegt

Die Mitarbeiter des Bauhofes der Gemeinde Brachttal haben die ersten Rasenflächen auf der ehemaligen Trasse der Südbahn vor dem tegut in Schlierbach in Wildblumenwiesen umgewandelt.

Projektmitarbeiter Ralf Geyer hat die theoretischen Grundlagen zu Anlage und Pflege von Wildblumenwiesen mit heimischen Wildpflanzen vorab mit dem Team vom Bauhof besprochen und danach sogleich in der Praxis umgesetzt. Die richtige Pflege soll im Rahmen einer speziellen Schulung in der naturnahen Grünflächenpflege vorgestellt und besprochen werden.

Gemeinsam konnten sehr schnell und effizient rund 200qm Rasen in eine Wildblumenwiese umgewandelt und gleichzeitig 4.000 Blumenzwiebeln von Krokussen, Tulpen und Narzissen in den Boden gebracht werden. Mit dem unkrautfreien Boden wurden ideale Voraussetzungen für die Wiesenansaat geschaffen. Zusätzlich wurden 80 heimische Wiesenstauden wie Margeriten, Echtes Labkraut und Wiesenwitwenblumen gepflanzt. Damit ist nach der Frühlingsblüte der Zwiebelpflanzen der Nektar- und Pollentisch für Wildbienen, Schmetterlinge und Co. weiter reichhaltig gedeckt, denn die ausgesäten 60 Wiesenarten aus dem gebietsheimischen Regio-Saatgut werden erst im zweiten Jahr so richtig zur Geltung kommen.

IMG_20221122_103805

Neuanlage eines blumenreichen Grünlands

Die Wiese in Freigericht liegt im Außenbereich zwischen einem Wanderweg und einem Acker. Bearbeitet wurden ca. 250m². Direkt angrenzend befindet sich der Garten der Flächeneigentümer. Der erste Kontakt war im Mai 2021 und die Aussaat im darauffolgenden Herbst. Vorbereitend wurde der vorhandene Rasen mit zeitlichem Abstand von ca. 3 Wochen zweimal gefräst. Die angewalzte Ansaat aus 100% regionalheimischen Wildblumen ergab dann im Frühjahr 2022 ein buntes Bild u.a. aus Margariten, Mohn- und Kornblumen und Kornrade.

Freigericht 1

Zwei Ortsteile von Sinntal verbindet ein blühendes Band

Zwischen den beiden Sinntaler Ortsteilen Sterbfritz und Weiperz soll es künftig blühen. Entlang der verbindenden Straße und dem parallel verlaufenden Fahrradweg wurde im März 2022 ein Blühstreifen angelegt.

Im vergangenen Frühjahr hatte der Sterbfritzer Ortsbeirat einen Antrag an die Gemeinde Sinntal zur Realisierung der Maßnahme und Kostenübernahme für zertifiziertes gebietsheimisches Magerwiesensaatgut gestellt. Der Landschaftspflegeverband hat die fachliche Planung vorgenommen. Und nun war es soweit: Zahlreiche freiwillige Helfer aus Sterbfritz und Weiperz beteiligten sich beim Anlegen des Blühstreifens und waren mehrere Stunden im Einsatz. Vorarbeit hatte der Bauhof der Gemeinde Sinntal mit dem Abschieben der filzigen Grasschicht auf dem Bankett geleistet. Zunächst brachten die ehrenamtlichen Helfer den unkrautfreien Kompost auf und arbeiteten diesen mit Hacken und Rechen in die vorhandene Erdfläche ein. Danach wurde das Saatgut von Hand ausgesät und angewalzt. Ebenso wirkten Jugendliche vom Don Bosco Sannerz mit.

Der ausdauernde Blühstreifen soll nicht nur ein Hingucker für das menschliche Auge werden, sondern insbesondere ein wertvoller Lebensraum für Insekten.

Sterbfritz - Weiperz 3

Zeitwende im Kurpark Bad Soden-Salmünster

Die Besucher des Kurparkes in Bad Soden-Salmünster staunten nicht schlecht, als ihnen Mitte August 2021 ein Traktor mit einer Ballenpresse auf der gemähten Wildblumenwiese begegnet. Der städtische Bauhof hatte für diese Zeit die jährliche Heuernte angesetzt. Ein eher ungewöhnlicher Arbeitsschritt im Vergleich zur sonst üblichen Rasenpflege. Diese auffällige Veränderung begann vor rund drei Jahren, als im Zuge der Initiative „Main-Kinzig blüht“ zahlreiche Rasenflächen in den Stadtteilen zu Blumenwiesen aufgewertet wurden. Nach den guten Erfahrungen wurde die geänderte Pflege in diesem Jahr auf weitere Flächen ausgeweitet. Zwei Bauhofmitarbeiter haben die Wiesen gemäht, das Heu das erste Mal gewendet und von den kleineren Flächen auf die nächst größere Wiese gefahren. Dann hat Landwirtin Heike Walenta das Wenden des Heus und das Pressen und die Abfuhr der über Heuballen übernommen. Für den Bauhof sind zwar Mitarbeiterstunden angefallen, dafür konnten Maschinen- bzw. Lohnstunden in einer erheblich größeren Anzahl für die bis dahin angefallene Rasenpflege eingespart werden. Zugleich muss kein Rasenschnitt kostenpflichtig im Kompostwerk entsorgt werden. Im Gegenteil, es wurde ein hochwertiges Futtermittel produziert. Der größte und nicht mit Geld zu bemessende Mehrwert ist der Gewinn an Biodiversität und Lebensraum auf den Wiesen.

Bad Soden-Salmünster

Wiese mit Wildpflanzen in Freigericht

Auf einem privaten Wiesengrundstück bietet sich der Abstand zwischen den ca. 40 Jahre alten Apfelbäumen und dem angrenzenden Acker geradezu an, um die Wiese mit heimischen Wildpflanzen aus der Region an zu reichern. Der Besitzer des Wiesengrundstückes in Freigericht hat ein gutes Verhältnis zu dem Landwirt, der den benachbarten Acker bewirtschaftet. Und so ist es eben dieser, der mit den erforderlichen Maschinen die entscheidenden Arbeiten ausführt. Die vorhandene Vegetation wird erst einmal untergepflügt damit danach die frisch keimenden Pflänzchen aus dem Saatgut, möglichst wenig Konkurrenz beim Anwachsen haben. Später „wandern“ die Gräser von alleine wieder in den umgepflügten Saatstreifen. Durch das Heuen, welches der Landwirt zur Tierfuttergewinnung im Sommer macht, fallen Samen der abgeblühten Wildpflanzen auf den Boden. Auch auf die Grasfläche neben dem Saatstreifen. Und so vermehren sich, bei guten Bedingungen, die ausgesäten Blumen in der Wiese. Durch diese Art der Bewirtschaftung sind artenreiche Wiesen entstanden.

Wiesengrundstück Freigericht

Dreireihige Hecke aus Wildgehölzen in Hasselroth

Eine engagierte Flächenbesitzerin rief an und bei einem darauffolgenden Treffen auf dem betreffenden Stück Land kristallisierten sich schnell sinnvolle Maßnahmen heraus. Das „Fleckchen“ mit einem überwiegenden Wiesenanteil liegt zwischen einem Acker und einem Waldstück. Um Tierarten der Feldflur in diesem Grenzbereich zwischen zwei Lebensräumen sowohl Nahrung als auch Deckung zu bieten, wird eine dreireihige Hecke aus heimischen Wildgehölzen angepflanzt. Die Pflanzung im Herbst hat den Vorteil, dass auch sogenannte wurzelnackte Pflanzen verwendet werden können und dass diese einen guten Wachstumsvorsprung vor der nächsten Trocken- und Hitzewelle haben. Die Eigentümer haben mit einer Fräse gute Vorarbeit geleistet und so können die Mitarbeiter des Behindertenwerk Main-Kinzig e.V. an einem sonnigen Vormittag 52 Stück Weißdorne, Ginster, Liguster, Weiden, Faulbäume, Pfaffenhütchen und andere Gehölze in den aufgelockerten Boden pflanzen. Eine weitere Maßnahme ist das Anlegen von zwei 2m breiten Streifen, in welche eine Mischung aus zertifiziertem, heimischem Wildpflanzensaatgut gesät wird. Es wird eine sogenannte „Saummischung“ verwendet. Die Besonderheit ist, dass Säume über den Winter stehen bleiben und damit Insekten und Kleinlebewesen Schutz und Überwinterungsmöglichkeiten bieten.

Projektfläche in Hasselroth 2

Blumenwiese am
Busbahnhof Dörnigheim

Als erste Fläche des neuen Projekts Main.Kinzig.Blüht.Netz in Maintal wurde im November 2020 vom Betriebshof eine ungenutzte, artenarme Rasenfläche am Busbahnhof in Dörnigheim (Braubachstraße) in eine ausdauernde, heimische Blumenwiese umgewandelt. Um für die Wildblumensamen optimale Startbedingungen zu schaffen, wurde die Grasnarbe und 20 cm Oberboden (der meist viele unerwünschte Konkurrenz-Wildkräutersamen enthält), abgetragen und durch ein frisches, mageres Substrat ersetzt. Dies ist bei innerstädtischen Flächen die erfolgreichste Vorgehensweise, weil gerade magere Standorte eine besonders hohe Artenvielfalt hervorbringen und in der Natur stark gefährdet sind. Zudem soll dadurch auch der Pflegeaufwand für den Betriebshof möglichst gering gehalten und an dieser exponierten Stelle ein schnelles Ergebnis erzielt werden Eingesät wurde eine hochwertige heimische Magerwiesenmischung, die für eine erste Blüte in 2021 auch einige heimische Ackerflora-Arten wie Klatschmohn und Kornblumen enthält. Die Wiesenblumen wie Margeriten, Wiesensalbei, Witwenblumen und Karthäusernelken werden dann ab dem zweiten Jahr blühen. Um frühfliegenden Hummel und anderen Wildbienen im Frühjahr ein erstes Nahrungsangebot zu bieten, wenn sonst noch nicht viel blüht, haben die Betriebshof-Gärtnerinnen zudem 4.000 Blumenzwiebeln gesteckt: Traubenhyazinthen, Narzissen und andere Arten werden für die ersten Blühaspekte im Frühling sorgen. In 2021 geht es in Maintal auch im Außenbereich weiter: So wird zum Beispiel am „Frauenhain“ am Mainufer auf weiteren Wiesenbereichen die Pflege ökologisch umgestellt, um durch selteneres Mähen die Biodiversität zu fördern.

Blumenwiese am Busbahnhof Dörnigheim

Fläche am Friedhof
Neuwiedermuß

Auf der Fläche am Friedhof in Neuwiedermus befindet sich eine Einsaat aus einer mehrjährige Blütenmischung. Das sog. Friedhofserwartungsland wird in Kürze zur Belegung frei gegeben und eine Umgestaltung ist notwendig. Der Süd-Ost exponierte Hang wird mit einer lockeren Steinmauer aus Muschelkalk, in Trockenbauweise abgeböscht.

Maßnahme: Für eine Anlage von Baumgräbern und zur Schaffung eines Sitzplatzes für die Friedhofbesucher wird der Hang terrassiert und mit einer Steinmauer abgefangen. Als künftiger Schattenspender für die Friedhofsbesucher wird eine Hängebuche (Fagus sylvatica Pendula) vor den Mittelteil gepflanzt. Die Trockenmauer wird Ende November mit heimischen Wildstauden standortgerecht bepflanzt. Dabei werden unter anderem Sonnenröschen, Zwerg-Alant, Vielfarbige Wolfsmilch, Seifenkraut, Quendel und Gamander verwendet. Bei der Pflanzung wird ein torffreies Substrat in die Fugen zwischen den Steinblöcken gefüllt. Dem Substrat wird zuvor, zur Wasserspeicherung, offenporiger Bims zugefügt. Die heimischen Stauden sind an Trockenheit angepasst. Doch in der Anwachsphase von ca. zwei Vegetationsperioden, ist in trocken, heißen Zeiten wöchentliches wässern notwendig. Während heißer Wetterlagen wird vorzugsweise in den Morgenstunden gewässert, wenn sich die Steine noch nicht erwärmt haben.

IMG_6785

Landwirtschaftliche Flächen aus Schlüchtern

Im Spätherbst gemulchte Säume entlang der Straßen, Wiesen und Felder, dieser Anblick ist in weiten Teilen des Main-Kinzig-Kreises so normal, wie Schottergärten, Rollrasen und Kirschlorbeer in den Neubausiedlungen. Doch die ökologische Wirkung ist vergleichbar schlecht. Erfreulich anders sieht es im Schlüchterner Ortsteil Vollmerz aus. Hier bewirtschaftet die Nebenerwerbslandwirtin Klaudia Ortis ihr Land extensiv mit Rindern und Poitu-Eseln. Zahlreiche Hecken durchziehen die Weiden, teilweise durchsetzt mit alten Obstbäumen. Einige uralte Birnbäume wirken als Solitäre besonders eindrucksvoll. Besonders wertvoll für viele Schmetterlingsarten und Insekten sind die Altgrasstreifen und ungemähte Säume entlang der Wege und Straßen. Diese Rückzugsgebiete sind eine wichtige Voraussetzung dafür, dass uns im kommenden Jahr die nächste Generation Schmetterlinge den Sommer ankündigen kann. Denn deren Eier und Puppen überwintern wie viele anderen Insekten an und in den dürren Stängeln. Ein XXXL Insektenhotel, das nebenbei noch reichlich Futter für die hier überwinternden Vögel liefert. Ohne Pflege können wir diese abwechslungsreiche Landschaft nicht bewahren. Mit Empfehlungen zur Staffelmahd, den Mähterminen und dem richtigen Heckenschnitt sorgen wir gemeinsam dafür, dass das Artensterben und der Rückgang der Biodiversität aktuell in der Gemarkung von Vollmerz, zukünftig vielleicht im gesamten Kreisgebiet gestoppt werden kann.

Als gutes Beispiel voran geht eine Landwirtin aus Schlüchtern

Main.Kinzig.Blüht.Netz ist ein Verbundprojekt des Main-Kinzig-Kreises und Landschaftspflegeverbands MKK e.V. zur Förderung der Biodiversität im Kreisgebiet.

Gefördert im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU).

Rechtliches

Main.Kinzig.Blüht.Netz ist ein Verbundprojekt des Main-Kinzig-Kreises und Landschaftspflegeverbands MKK e.V. zur Förderung der Biodiversität im Kreisgebiet.

Gefördert im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz (BfN) mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU).

Rechtliches